EMPATHIE - Sinn oder Unsinn

EMPATHIE - Sinn oder Unsinn

 

Das Wort Empathie geht auf das griechische Wort empátheia zurück und setzt sich aus em („mit“) und pathos („leiden, fühlen“) zusammen. 

Menschen, die man als „emphatisch“ bezeichnet, gelten oft als „schwächer“.

Empathie ist jedoch keine Eigenschaft, die „Schwäche“ zeigt, sondern eine „Stärke“, mit der wir Menschen besser führen können.

Voraussetzung dafür ist, „Empathie als Fähigkeit“ zu nutzen.

 

Wenn wir Gefühle anderer Personen wahrnehmen und uns in deren Lage versetzen, können wir diese besser verstehen.

Was heißt es eigentlich, jemanden anderes besser zu verstehen und wie sinnvoll ist das uns?!

 

Nun: „Wenn wir wissen, welche „Bedürfnisse“ andere Menschen haben, können wir viel bessere Angebote machen.“

Dieser Satz gilt bei weitem nicht nur für einen „Verkäufer“, wie Sie vielleicht vermuten, sondern auch in unserem Privatleben. Denn auch hier „verkaufen“ wir entweder uns selbst oder anderen Menschen „Dinge, Situationen, Verhaltensweisen, …“.

 

Denken Sie einfach einmal an Ihre Familie, wie z.B. Ihre(n) Partner(in) und Ihre Kinder:

 

"Was passiert, wenn Sie nicht wissen, wie andere Menschen fühlen?" ...

„Was passiert, wenn Sie wissen, was diese Menschen fühlen und welche Bedürfnisse sie haben?"

Was würden diese Menschen denken, wenn Sie ihnen in wichtigen Situationen „aus dem Herzen sprechen“?

 

Ihnen wird VERTRAUEN entgegengebracht, stimmt’s?

 

Wenn Sie persönlich jemandem vertrauen, wie unterscheidet sich denn das Verhältnis zu dieser Person von den Beziehungen zu anderen Menschen? …

Es kann ein „gewaltiger Unterschied“ sein, der sich auch auf Ihre Entscheidungen auswirkt.

 

Deshalb gilt der Satz: „Die Art der Kommunikation bestimmt die Art unseres Lebens“ für uns alle.

 

Es kommt nicht darauf an, daß Sie von allen geliebt werden, sondern daß sie wissen, wie Sie mit Menschen umgehen sollten, um das Wertvollste zu erhalten, was ein Mensch Ihnen geben kann: „Vertrauen“!

 

Empathie gewinnt und muß deshalb als Fähigkeit entwickelt, gewahrt und gefördert werden.

 

Egal, in welcher „zwischenmenschlichen Beziehung“ Sie mit anderen stehen, es ist jederzeit möglich Empathie anzuwenden.

Dies ist auch sehr sinnvoll, denn wir Menschen sind „emphatische Wesen“ und sprechen deshalb auf Empathie sehr stark an.

 

Dabei ist nicht gemeint mit allem und jedem Mitleid zu haben, sich für alles und jeden aufzuopfern, sondern zu erkennen, wie andere Menschen fühlen.

 

Wenn Sie über „emotionale Empathie“ verfügen, hat das auch etwas damit zu tun, Emotionen erkennen und deuten zu können.

 

Diese Fähigkeit ist uns zwar angeboren, wird jedoch leider mit der Zeit „verlernt“, wenn wir sie nicht aktiv nutzen.

Das ist genau wie bei anderen Fähigkeiten, die wir nicht mehr so gut oder garnicht mehr ausüben können, wenn wir diese im täglichen Leben nicht anwenden.

Wenn wir „Kopfrechnen“ nicht regelmäßig nutzen, wird sich diese Fähigkeit mit der Zeit vermindern. Das wäre ein großer Nachteil, wenn Sie in Situationen kommen, in denen Sie schnell Gewissheit haben wollen, ob ein rechnerisch begründetes Angebot für Sie lohnend ist oder nicht. Sie wollen sicherlich nicht überall den „Taschenrechner“ zücken, womit Sie Ihre Schwäche demonstrieren, im Kopf zu rechnen.

 

Mit Sprache ist es ähnlich: „Stellen Sie sich einmal vor, Sie lernen eine Fremdsprache und nutzen diese danach lange Zeit nicht.“ …

Eine „kulturübergreifend gleiche Sprache, die auch „unbestechlich wahrheitsgetreu“ ist, haben wir in Form der Erkennung und Deutung von mimischen Signalen. Wenn wir uns diese „Sprache“ wieder in’s Gedächtnis rufen und lernen, wie sie funktioniert, können wir uns mit allen Menschen verständigen und besitzen gleichermaßen „das Geheimnis erfolgreicher Kommunikation“.

 

Im Bereich der Kommunikation hat es sich bewährt, wenn wir die Gefühle, welche andere Personen in bestimmten Situationen empfinden, nachvollziehen können. Wenn wir gefühlsmäßig selbst erleben, was andere fühlen, finden wir Verständnis für unsere Gegenüber, weil wir wissen, wie es in der „anderen Gefühlswelt“ ist. 

 

Wenn wir z.B. mit jemandem sprechen, der traurig, ängstlich oder auch mit Freude erfüllt ist, kommen wir durch unsere Spiegelneuronen auf die selbe Gefühlsebene, wie unsere Gesprächspartner. Voraussetzung dafür ist, daß wir uns für den/die andere Person öffnen und eine bestimmte Zeit lang im Gespräch mit dem- bzw. derjenigen sind.

Erleben wir also das Gefühl der bzw. des anderen, sind wir emphatisch.

Sind wir zudem in der Lage, zu sehen, "wann welches Gefühl in welcher Form gezeigt wird", haben wir mit einer angemessenen Reaktion darauf die Chance, alles über die Hintergründe der gezeigten Gefühle zu erfahren!

 

Empathie ist übrigens eine Kernkompetenz, mit der Sie vertrauensvolle und vor allem funktionierende Beziehungen aufbauen und halten können. Egal, ob mit Lebenspartnern, Arbeitskollegen und Kolleginnen, dem oder der Vorgesetzten. Überall, wo es um das Zwischenmenschliche geht, haben Sie einen großen Vorteil, wenn Sie emphatisch sind.

 

So entwickelt sich das Miteinander auf jeder Ebene besser, weil „man sich versteht, und besser verstanden wird“.

 

Forschungen belegen, daß emphatische Menschen, die mimische Bewegungen erkennen und deuten können, erfolgreicher sind, weil sie sich „in andere hineinversetzen“ können und sehen, was unausgesprochen ist.

Das ist ja auch logisch, denn wenn Sie wissen, wie andere Menschen „ticken“, können Sie besser auf sie eingehen und sich ihnen im Gespräch besser anpassen weil Sie „die gleiche Sprache sprechen“.

 

Somit ist es sehr sinnvoll, emphatische Fähigkeiten zu besitzen und diese auch zu nutzen.

 

Wenn Sie die „Sprache der Empathie und Mimik“ interessiert, schauen Sie doch einfach einmal in mein E-Book „Wenn der Körper spricht“ hinein. …

 

Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche und emphatische Zeit mit vielen glücklichen Momenten, die auf das „Verständnis für andere Menschen“ zurückzuführen sind.

 

Emphatische Grüße,

 

Andreas Kott